Betondeckung einfach verstehen — abhängig von Bauteil, Umgebung und Bewehrung.
Für Studium, Baupraxis und erste Orientierung. Keine Projektfreigabe.
Beta-Version: Werte vor Veröffentlichung fachlich nach aktueller Norm prüfen.
Alle Ergebnisse sind vorläufige Orientierungswerte. Die Normwerte müssen vor produktiver Nutzung fachlich geprüft werden.
Vorläufiger Orientierungswert — Normcheck erforderlich. Kein Normnachweis, keine Bemessung.
Von der Betonoberfläche bis zur nächstliegenden äußeren Bewehrungsoberfläche.
Der Abstand von der Betonoberfläche bis zur nächstliegenden äußeren Bewehrungsoberfläche. Nicht bis zur Stabachse, nicht bis zur inneren Lage.
Der Beton bildet eine schützende Schicht: Er hält Feuchtigkeit und Chloride vom Stahl fern, schützt im Brandfall vor schneller Erwärmung und sichert den Verbund zwischen Stahl und Beton.
Je aggressiver die Umgebung — Feuchtigkeit, Witterung, Streusalz —, desto schneller kann die schützende Wirkung des Betons aufgebraucht werden. Deshalb fordern feuchte und chloridbelastete Umgebungen mehr Deckung als trockene Innenräume.
Feuchtigkeit erreicht den Stahl früher, Korrosion beginnt. Rost braucht mehr Volumen als Stahl und kann den Beton absprengen — sichtbare Abplatzungen und teure Instandsetzung sind die Folge.
Mehr Deckung verringert die statische Nutzhöhe des Querschnitts und kann breitere Risse an der Oberfläche begünstigen. Die Deckung wird deshalb geplant — nicht einfach „sicherheitshalber" vergrößert.